Firmenporträt Bau und Service Leipzig GmbH

LKM Bau GmbH, Michael Nagel - Foto: Bernd Cramer

Attraktiver Arbeitgeber in der Region

Diese Mengen sind gewaltig: Rund 34 Millionen Kubikmeter Trinkwasser stehen den Einwohnern der Stadt Leipzig jährlich zur Verfügung, ungefähr 36 Millionen Kubikmeter Abwasser müssen im selben Zeitraum transportiert und gereinigt werden. Dafür nötig sind rund 390 Anlagen der Wasserver- und Abwasserentsorgung, ein über 6.300 km langes Rohr- und Kanalnetz sowie 450 Trinkwasserbrunnen im Großraum Leipzig.

Als Netzservicegesellschaft der Leipziger Wasserwerke ist der regionale Dienstleister Bau und Service Leipzig GmbH (BSL) mit insgesamt 129 qualifizierte Mitarbeitern, davon 25 Ingenieure und 16 Meister und Poliere verschiedener Fachrichtungen, für deren Funktionieren verantwortlich. „Ein ganzjähriger Bereitschaftsdienst für alle relevanten Sparten trägt entscheidend zur Versorgungssicherheit der Kunden der Wasserwerke bei“, erklärt Nikolaus Meier, seit 2002 kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens, das er gemeinsam mit dem technischen Geschäftsführer Henry Simon leitet.

Von Investitionssteuerung bis Handschwengelpumpen

Das Leistungsspektrum der BSL umfasst die Steuerung der Investitionsvorhaben der Wasserwerke im Rahmen des Projektmanagements genauso wie die komplette Abwicklung von Havarien an den Trink- und Abwassernetzen, die Wartung, Instandhaltung, Reparatur und Errichtung von Anlagen und Netzen. Auch Dienstleistungen wie das komplette Wasserzählermanagement, die Stellung von Wasserwagen zur temporären Trinkwasserversorgung oder der Schlammentsorgung von dezentralen Sammelpunkten gehört zu den Aufgaben der Firma. Eine Besonderheit pflegt das Unternehmen: Seit Jahren kümmert es sich um die Restaurierung von historischen Handschwengelpumpen. Mittlerweile sind schon 26 originalgetreu rekonstruiert im Leipziger Stadtgebiet zu finden. Entsprechend zum Aufgabenspektrum sind die drei Fachbereiche Netzservice, Service und Anlagentechnik sowie Investitionsmanagement ausgerüstet und organisiert. „Eigene Werkstätten in den Bereichen Schlosserei/Schweißerei, Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Wasserzähler und Pumpen erlauben nicht nur die Realisierung individueller Kundenwünsche, sondern garantieren auch die Einsatzbereitschaft außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten“, berichtet Nikolaus Meier. Ergänzt werde das Leistungsspektrum durch die Tochtergesellschaft LSI GmbH (35 Mitarbeiter), die ebenfalls in Rundum-Bereitschaft Verkehrssicherungsmaßnahmen und Deckenschlussleistungen aller Art ausführe. Bei vielen Bauprojekten beginnt die Realisierung mit der Baustellensicherung durch LSI, wird über den seitens BSL zu erbringenden Rohrleitungsbau fortgesetzt und mit dem Deckenschluss von LSI fertiggestellt. „Gerade im Havariemanagement leisten unsere Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung und der allgemeinen Verkehrssicherheit“, sagt Nikolaus Meier, der die Branche von A bis Z kennt.

Über 5.000 Einzelvorhaben im Jahr

Nach dem Betriebswirtschaftsstudium startete er beim Nürnberger Rohrleitungsbau-Unternehmen Hans Brochier GmbH & Co. KG, übernahm nach einem Trainee-Jahr für drei Jahre das Controlling der Firma. 1990 wechselte Nikolaus Meier zu einer Tochterfirma nach Potsdam, zunächst als kaufmännischer Leiter und Prokurist und später als deren kaufmännischer Geschäftsführer. „1996 habe ich mich dann selbstständig gemacht und Unternehmenssanierungen im Rahmen der runden Tische der KFW begleitet“, erzählt der Manager. Zudem kümmerte er sich als Interimschef um die temporäre Fortführung insolventer Bauunternehmen für die zuständigen Konkursverwalter, bevor er ab 2002 die kaufmännische Geschäftsführung der BSL und bei der Tochter LSI übernahm.

Die Voraussetzungen für den Erfolg der Firma umreißt Nikolaus Meier mit „klaren vertraglichen Vereinbarungen mit unseren Auftraggebern, eine wirtschaftliche und qualitätsgerechte Baurealisierung, mängelfreie Abnahmen und eine zeitnahe Rechnungslegung mit entsprechendem Zahlungseingang“. Es seien weniger die großen Projekte, die die tägliche Herausforderung darstellen, sondern „die jährlich über 5.000 Einzelvorhaben, die unsere Strukturen und Abläufe prägen.“

„Wir haben wie jedes andere Unternehmen den Druck, die Firma effizienter zu gestalten und Gewinne zu erzielen, die dazu nötigen Ressourcen wie Personal, Maschinen und liquiden Mittel bereitstellen und die Beschäftigungslage sichern“, erklärt Nikolaus Meier. „Dabei müssen wir die einzelnen Geschäftsfelder einer permanenten Prüfung unterziehen, inwieweit sie mit unseren Erwartungen hinsichtlich Ergebnisbeitrag und Auftragseingang in Einklang zu bringen sind. Zugleich sind wir aber auch gefordert, dies in der Aus- und Weiterbildungsstrategie für unsere Mitarbeiter und der Investitionsplanung umzusetzen.“

Arbeitsprozesse sollen den Mitarbeitern gerecht werden

Ein Problem dabei: Die Attraktivität der Baubranche als Arbeitgeber sinkt nachhaltig, Überalterung und Fachkräftemangel sind die Folge. „Obwohl wir seit vielen Jahren ausbilden, mussten in den letzten Jahren Ausbildungsplätze wiederholt aufgrund fehlender Bewerber unbesetzt bleiben.“ Deshalb werde man das Unternehmen für die Zukunft noch attraktiver aufstellen, die monetären Rahmenbedingungen anpassen und weiche Aspekte wie betriebliche Gesundheitsfürsorge, Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit stärken müssen.

Einiges sei schon gut gelungen. „Als attraktiver Arbeitgeber der Region versuchen wir täglich, den Spagat zwischen den Anforderungen an eine wirtschaftliche Unternehmensführung und den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter zu schaffen“, formuliert Nikolaus Meier. Unter Berücksichtigung verlängerter Lebensarbeitszeiten wird in den nächsten Jahren jedoch eine Problemstellung in den Mittelpunkt der Betrachtung geraten: Wie werden wir es schaffen, die Arbeitsprozesse so zu gestalten, „dass sie der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in jedem Lebensalter gerecht werden und eine sichere und produktive Beschäftigung bis ins Rentenalter zulassen“.

Als Gründungsmitglied des Verbands Mittelständischer Bauunternehmen Sachsen/Sachsen-Anhalt e.V. setzt man laut BSL-Geschäftsführer Meier weiterhin auf die Idee des Verbunds zum gegenseitigen Nutzen: Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Branche, Hilfestellung bei der Aus- und Weiterbildung, gegenseitige Unterstützung bei Integrationsmaßnahmen und der Gedankenaustausch zwischen den Vertretern der regionalen Unternehmen.


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