Firmenporträt Helmut Kroner Bauunternehmung GmbH

Helmut Kroner Foto: Bernd Cramer

Alles, was man aus Beton machen kann

Die Leipziger Helmut Kroner Bauunternehmung GmbH arbeitet vor allem im Betonbau, schalt, bewehrt und gießt Wände, Decken, Fußböden, Fundamente etc. In Zukunft will man sich ein Standbein im Bereich Wohnungsbau schaffen, zum Beispiel stabile Dächer für Photovoltaikanlagen bauen.



Im Süden von Leipzig, mitten im Dreieck zwischen Markkleeberg, Böhlen und Großpösna, liegt die Zentraldeponie Cröbern. Die in den 1990er Jahren eröffnete Deponie soll noch bis 2035 betrieben werden. Wie bei vielen modernen Anlagen dieser Art wird peinlich darauf geachtet, dass ihr Betrieb nicht die Umgebung belastet. Ein Teil dieses Überwachungssystems in Cröbern ist ein Kontroll- und Servicetunnel, der unterirdisch die Deponie quert.

Nur in 1A-Qualität

„Mit Hilfe des Tunnels werden Setzungen gemessen, es wird Wasser und Gas gezogen. Der Tunnel hat eine Wanddicke von einem Meter und ist sogar mit kleinen Fahrzeugen befahrbar“, sagt Lutz Kroner, Geschäftsführer der Helmut Kroner Bauunternehmung GmbH mit Sitz im Leipziger Stadtteil Lößnig. Das Unternehmen baut schon fast seit 20 Jahren an diesem Projekt, schließlich erweitert sich auch diese Deponie, eine der modernsten Europas, ständig.
Dieser Tunnel ist Lutz Kroner ans Herz gewachsen, ein Vorzeigeprojet sozusagen. Wie auch die Betonierung der Decke der Leipziger Marktgalerie. Bei dem in Deckelbauweise ausgeführten Projekt wurde zuerst die Decke betoniert. „Erst danach wurden unter Tage drei Etagen ausgegraben, weil sonst die benachbarten Grundstücke in die Baugrube hineingerutscht wären“, erklärt Lutz Kroner.
Das Unternehmen ist ein reiner Betonbaubetrieb. „Wir schalen ein, bewehren und dann wird alles mit Beton ausgegossen“, erläutert Lutz Kroner. Wände, Decken, Fußböden und Fundamente – alles, was man sich aus Beton so vorstellen kann. Und nur in 1A-Qualität. Zurzeit arbeiten sechs Mitarbeiter für das Unternehmen, alles ausgebildete Zimmerleute, die müssen alles einschalen - zum Teil mit einer Systemschalung, zum Teil individuell mit Holz.
„Das Unternehmen hat 1990 mein Vater gegründet“, berichtet der Geschäftsführer. Nach dessen Tod im Jahr 2001 übernahm er die Firma, in die er selbst 1991 eingestiegen war und von 1995-1997 eine Umschulung zum Zimmermann machte. „Dann sollte ich eigentlich, nach drei Jahren Praxis, den Meister machen, um die Firma zu übernehmen“, so Lutz Kroner. Doch der Tod des Vaters trat unerwartet ein und er kam nicht mehr dazu, den Meister abzuschließen.

Chef ist das Mädchen für alles

Mittlerweile hat Bauleiter Bodo Martin die technische Leitung des Unternehmens übernommen, er ist auch in der Handwerksrolle eingetragen. „Die Arbeitsteilung zwischen Herrn Martin und mir als Geschäftsführer funktioniert prima“, sagt Lutz Kroner, dabei werde es wohl auch bleiben.
„In so einer kleinen Firma wie der unseren ist man als Chef sowieso ‚Mädchen für alles‘. Herr Martin schreibt die Angebote, ich sorge für das Organisatorische und dafür, dass sämtliche Materialien auf der Baustelle zum Einsatz kommen können“, erzählt Lutz Kroner. Zum Teil arbeitet er auch mit auf der Baustelle, macht alles, was anfällt - Mädchen für alles eben.
Lutz Kroner ist natürlich bei Bauanfragen immer im Boot. Fragen wie „Ist das Projekt für uns machbar?, Haben wir Zeit?“ sind zu klären, das Angebot zu schreiben. „Wir treffen uns mit dem Bauherren oder Auftraggeber zum Gespräch. Wenn wir den Auftrag erhalten, wird ein Vertrag geschlossen und der Bauablauf besprochen - und los geht es“, so Lutz Kroner. Gerade öffentliche Ausschreibungen seien aber sehr langwierig.
Projekte können eine Woche dauern, manchmal auch ein Vierteljahr. Es passiert aber auch, dass Privatpersonen heute anrufen und für morgen die Arbeit bestellen. „Wir sind ein kleiner Betrieb und in unserer Größenordnung passiert so etwas oft. Oft sind wir so flexibel, um auch solche Aufträge übernehmen zu können“, betont Lutz Kroner.

Fachleute fehlen, Bürokratie nimmt überhand

In der Zukunft will sich das Unternehmen, das bislang hauptsächlich im Bereich Industriebau arbeitet, ein Standbein im Bereich Wohnungsbau schaffen. „Ich könnte mir gut vorstellen, zum Beispiel stabile Dächer für Photovoltaikanlagen zu bauen.“ Das leidige Fachkräftethema drückt auch die Helmut Kroner Bauunternehmung. Wenn größere Aufträge mehr Mitarbeiter verlangen, sei guter Rat oft teuer. Ebenso gab es schon oft Lehrlinge, die nach einigen Monaten wieder verschwanden. Lutz Kroner: „Das war ihnen zu viel: zeitiges Aufstehen, zu kalt, zu warm. Also irgendwas war immer…“
Zu schaffen macht der Firma die überbordende Bürokratie. „Wir haben in einer Zeit begonnen, in der die Handwerkerehre etwas galt. Damals sah man sich in die Augen, gab sich die Hand und das Wort, und es war gut“, erinnert sich Lutz Kroner. Mittlerweile seien die Anhänge eine Anfrage sehr umfangreich. „Jeder will alles ausschließen. Das ist sehr nervend.“
Gut sei es, dass man in verzwickten Fällen dann Rat beim Verband bekomme. „Und es tauchen immer wieder Probleme auf, die sich nur über den Verband lösen lassen“, unterstreicht Lutz Kroner. „Deshalb sind und bleiben wir dabei. Abgesehen davon ist Herr Dohrmann auch unser Rechtsbeistand.“

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